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Hier finden Sie Aufsätze, Entscheidungen und Wissenswertes zum Straßenverkehrsrecht.
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07 Mai

Aufsätze: Kurzinfo

Mithaftung für Trödler

07. Mai 2021

Für einen Autofahrer, der nach Ende des automatisierten Waschvorgangs sein Fahrzeug nicht schnell genug startete, wurde es teuer: Weil der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs angesichts des drohenden Aufpralls in Panik geriet und hektisch bremste, verkantete sich sein Fahrzeug in der Waschanlage. Die beiden Autos berührten sich bei dem Unfall nicht. Trotzdem klagte der nachfolgende Fahrer auf Schadenersatz. Das Oberlandesgericht Zweibrücken gab dem Kläger Recht. Es begründetet sein Urteil mit der sich allein schon aus der Betriebsgefahr des Autos ergebenden Haftung. Den Versuch des Startens rechneten die Richter dabei bereits dem "Betrieb" zu, auch wenn das Fahrzeug noch nicht fahrbereit war. ...
07 Mai

Aufsätze: Kurzinfo

Tempo 30 gilt auch für Notärzte

07. Mai 2021

Ein Arzt, der in Rufbereitschaft in einer Notaufnahme tätig ist, wurde in einer Tempo-30-Zone geblitzt - 33 km/h schneller als erlaubt. Er bekam einen Bußgeldbescheid, jedoch kein eigentlich fälliges Fahrverbot von einem Monat. Das Amtsgericht begründete seine Entscheidung damit, dass der Arzt als stellvertretender Leiter der zentralen Notaufnahme eines Klinikums und der damit einhergehenden Rufbereitschaft auf sein Auto angewiesen sei. Das Bayerische Oberste Landesgericht als Rechtsbeschwerdeinstanz aber verhängte gegen den Betroffenen das Fahrverbot für die Dauer eines Monats. Es entschied, dass der Mann durch ein Fahrverbot zwar "empfindlich in seiner gewohnten Berufsausübung" ...
07 Mai

Aufsätze: Artikel

Kabotage im Straßengüterverkehr: Historie, Recht, Probleme, Chancen

07. Mai 2021

von Björn Pazak

Immer mehr Güter werden auf Deutschlands Straßen transportiert. Dabei spielt der Lkw als Transportmittel eine immer größer werdende Rolle. Über 70 % aller Transporte im Güterverkehr wurden 2020 mit einem Lkw durchgeführt.1 Ausländische Transportunternehmen sind an einer Vielzahl dieser Beförderungen beteiligt. 27,2 % dieser Beförderungen in Deutschland wurden im Jahr 2016 durch ausländische Lkw vorgenommen.2 Doch gebietsfremde, ausländische Unternehmen unterliegen besonderen Vorschriften, wenn sie Güter im Inland befördern: den Kabotage-Vorschriften. Insbesondere die Anzahl dieser Kabotagefahrten stieg in den letzten Jahren stark an. Im Jahr 2018 wurden 4,11 Mio. solcher Fahrten registriert.3 Eine Steigerung um mehr als 60 % im Vergleich zum Jahr 2013 (2,53 Mio. Kabotagefahrten).4 Mit dem EU-Beitritt Kroatiens im Jahr 2013 und der Kabotagefreigabe im Juli 2017 ist es auch kroatischen Transportunternehmern möglich, unter anderem in Deutschland zu kabotieren.5 Der Beitrag will neben der Darstellung der einschlägigen Kabotage-Vorschriften auch Antworten auf die Fragen finden, warum der Kabotage-Markt in Deutschland so attraktiv ist und ob dieser allgemein eine weitere Liberalisierung erfahren sollte.
07 Mai

Aufsätze: Artikel

Lof-Fahrzeuge: Klare Tatbestände zur Absicherung nötig

07. Mai 2021

von Frank Korte

Dieser Beitrag behandelt die Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen gegen die Kenntlichmachung und die Absicherung gefährlicher Teile und bei der Überschreitung des sogenannten Vorbaumaßes.
07 Mai

Aufsätze: Artikel

Änderungen im Berufskraftfahrer-Qualifikationsrecht (Teil 2)

07. Mai 2021

von Karsten Lipinski,Thomas Kaps

Das Berufskraftfahrer-Qualifikationsrecht (BKrFQG) ist einer der in den vergangenen zehn Jahren kontrovers diskutierten Rechtsbereiche gewesen. Das globale Ziel, die Ausbildung von Berufskraftfahrern aufzuwerten und den Wissensstand und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde allgemein begrüßt. In Teil 2 des dreiteiligen Beitrags sollen ausgesuchte Änderungen des BKrFQG dargestellt werden, die nach Meinung der Autoren für die Anwender wesentlich sind. Von
06 Apr

Aufsätze: Kurzinfo

Schlampig die Spur gewechselt

06. April 2021

von tc

Auf einer Autobahn wechselte ein Pkw-Fahrer die Spur. Es kam zur Kollision mit einem anderen Pkw. Dessen Fahrer sagte, der Vordermann habe nicht geblinkt - während dieser sich keiner Schuld bewusst war. Der Spurwechsel sei längst abgeschlossen gewesen, führte er an. Und nachdem er dann langsamer geworden sei, habe er nach ein paar Sekunden den Aufprall bemerkt. Das Gericht sah die alleinige Schuld beim Spurwechsler, zumal sich in der Verhandlung herausstellte, dass die Unfallspuren an den Fahrzeugen eher seitlich lagen und der Spurwechsler nicht geblinkt hat. Der Hintermann verhielt sich zu jeder Zeit korrekt - eine Unaufmerksamkeit konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Der Spurwechsler habe ...
06 Apr

Aufsätze: Kurzinfo

Sündenfall Ausfädelungsstreifen

06. April 2021

von tc

Ein allzu bekanntes Phänomen auf der Autobahn kann drastische Folgen haben, wie das Landgericht Saarbrücken klarstellte. Wer auf dem Ausfädelungsstreifen einer Autobahn schneller als der Durchgangsverkehr fährt, der verstößt gegen Paragraf 7a Abs. 3 StVO. Kommt es dabei zu einem Unfall, kann der Ausfädelnde mithaften. Landgericht Saarbrücken Aktenzeichen 13 S 110/20
06 Apr

Aufsätze: Kurzinfo

Berliner Pop-up-Radwege sind rechtssicher

06. April 2021

von sd

Beim Thema Berliner Pop-up-Radwege herrscht nun nach den Hängepartien der vergangenen Monate endlich Rechtssicherheit. Die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther meldete die Einstellung des Verfahrens nach Klagerücknahme über den Kurznachrichtendienst Twitter. "Eine wichtige Etappe für mehr Verkehrssicherheit", zitierte der rbb die Senatorin auf seinem Onlineportal. Im Juni 2020 hatte ein AfD-Abgeordneter gegen die Einrichtung der neuen Radwege geklagt und deren Entfernung gefordert. Das Berliner Verwaltungsgericht gab der Beschwerde zunächst statt, das Oberverwaltungsgericht hob diese Entscheidung wenige Wochen später in einem Eilbeschluss wieder auf - bis zum Hauptsacheverfahren. ...
06 Apr

Aufsätze: Kurzinfo

Unglaubwürdige Schutzbehauptung

06. April 2021

von sd

Über diesen Fall berichtet der ADAC: Um Handyverstöße festzustellen, machte die Polizei Fotos von Verkehrsteilnehmern. Auf einem der Bilder war ein Busfahrer zu sehen, der sich mit einer Hand einen weißen Gegenstand ans Ohr hielt. Die Behörde verhängte ein Bußgeld wegen eines Handyverstoßes. Der Busfahrer ging gegen die Strafe vor. Er behauptete, er habe nicht telefoniert, sondern sich mit einer weißen Bürste den Bart gekämmt. Außerdem habe er auf den Bildern keine Hand am Lenkrad, was beweise, dass er zu diesem Zeitpunkt gar nicht gefahren sei. Das Amtsgericht Frankfurt hielt das für eine reine Schutzbehauptung. Der Gegenstand auf dem Foto habe eine ganz andere Form als die vom Angeklagten ...
06 Apr

Aufsätze: Urteil

VGH München: Straßenverkehrsbehörde muss sorgfältig dokumentieren

06. April 2021

Leitsätze Ordnet die Straßenverkehrsbehörde ein Verkehrszeichen an, trägt sie die materielle Beweislast dafür, dass die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Es obliegt ihr daher, die zugrunde liegenden Umstände zu ermitteln, zu dokumentieren und aktenkundig zu machen. Gründe I. 1 Gegenstand des Rechtsstreits ist ein von der Beklagten angeordnetes eingeschränktes Haltverbot. 2 Die Kläger sind Bewohner eines Anwesens auf der Nordseite der B******** Straße im Ortsbereich der Beklagten. Deren Gemeinderat beschloss am 16. Mai 2018 ein beidseitiges eingeschränktes Haltverbot mit Zusatzschildern 'Saisonal von 01.04. bis 15.10.' und von '7:00 bis 19:00 Uhr' in der 'gesamten A**** *****str./B******* ...
06 Apr

Aufsätze: Artikel

VG Neustadt: Gefährdungspotenzial als Entscheidungsgrundlage?

06. April 2021

von Volker Kalus

Das VG Neustadt hat sich in einer aktuellen Entscheidung mit der Frage auseinandergesetzt, unter welchen Umständen welche Fahrzeuggruppe nach einer Fahrt unter Cannabis einer Eignungsbegutachtung zuzuführen ist.
06 Apr

Aufsätze: Artikel

Neue Behördenzuständigkeit bei Großraum- und Schwertransporten

06. April 2021

von Dr. Adolf Rebler

Die Zuständigkeitsnorm für die Erteilung von Erlaubnissen für Großraum- und Schwertransporte (§ 47 Abs. 1 Satz 3 StVO) wurde geändert. Die Regelung lässt viele Fragen offen, unter Umständen die Frage, ob und wo Spediteure nun Anträge nach § 29 Abs. 3 StVO stellen können.
06 Apr

Aufsätze: Artikel

Änderungen im Berufskraftfahrer- Qualifikationsrecht (Teil 1)

06. April 2021

von Karsten Lipinski,Thomas Kaps

Das Berufskraftfahrer-Qualifikationsrecht ist einer der in den vergangenen zehn Jahren kontrovers diskutierten Rechtsbereiche gewesen. Das globale Ziel, die Ausbildung von Berufskraftfahrern aufzuwerten und den Wissensstand und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde allgemein begrüßt. An der Umsetzung schieden sich aber oft die Geister. Teil 1 (Überblick) des dreiteiligen Beitrags.
05 Mrz

Aufsätze: Kurzinfo

Gefahr aus der Kolonne

05. März 2021

von tc

Zwölf Autos fuhren auf einer Landstraße hinter einem Trecker. Nachdem einige Fahrzeuge überholt hatten, wollte auch der Kläger passieren. Er überholte mit Warnblicklicht. Es krachte, als der direkt hinter dem Trecker Fahrende ebenfalls ausscherte. Der Kläger wollte Schadenersatz. Er bekam 70 Prozent des Schadens ersetzt. Aber er trage Mitschuld, stellte das Gericht klar - und zwar erheblich. "Wer eine Kolonne überholt, muss sicher sein, dass keiner der Vorausfahrenden das ebenfalls unternehmen will", hieß es im Urteil. Oberlandesgericht Schleswig Aktenzeichen 7 U 210/19
05 Mrz

Aufsätze: Kurzinfo

Kurve geschnitten: Mitschuld trotz Vorfahrt

05. März 2021

von tc

Ein vorfahrtberechtigter Autofahrer wollte in einer Kreuzung links abbiegen. Zeitgleich wollte ein von dort ein wartepflichtiger Autofahrer nach rechts abbiegen. Aber es kam zum Unfall, da der Linksabbieger seine Kurve so stark schnitt. Vor Gericht ging es dann um Schadenersatz. Der Linksabbieger argumentierte, der andere hätte nicht ausfahren dürfen, der Rechtsabbieger monierte den Fahrweg des anderen. Der Schaden wurde schließlich Fifty-fifty verteilt. Wer Vorfahrt habe und die Kurve so stark schneide, dass es zur Kollision komme, müsse sich eine Mitschuld anrechnen lassen. Aber auch der Wartepflichtige dürfe bei der Einfahrt niemanden gefährden oder schädigen. Landgericht Mannheim ...
05 Mrz

Aufsätze: Kurzinfo

"Gut sichtbare" Parkscheibe im Kofferraum

05. März 2021

von tc

Ein Pkw-Fahrer parkte sein Auto auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Dort stand auf Hinweisschildern, dass eine gut lesbare Parkscheibe drapiert sein müsse, sollte die Höchstparkdauer von einer Stunde überschritten werden. Da keine Parkscheibe ausgelegt worden sei, so die Begründung des Parkplatzeigentümers, bekam er ein erhöhtes Parkentgelt von 15 Euro aufgebrummt. Stimmt nicht, sagte der Pkw-Fahrer, er habe die Parkscheibe "gut sichtbar" im Kofferraum seines Pkw deponiert. Es kam zum gerichtlichen Streit. Das Gericht war aufseiten des Parkplatzeigentümers. Die Parkscheibe sei nicht den Vorschriften gemäß ausgelegt worden, hieß es in der Urteilsbegründung. Nach Paragraf 13 Abs. 2 Nr.2 ...
05 Mrz

Aufsätze: Kurzinfo

"Klemm-Handy" nicht erlaubt

05. März 2021

von tc

Autofahrer, die ihr Handy während der Fahrt zwischen Ohr und Schulter klemmen, riskieren ein Bußgeld. Der betroffene Autofahrer scheiterte mit dem Argument, dass der sein Handy eben nicht mit den Händen gehalten habe. Auch das Einklemmen sei gefährlich, sagte das Gericht, der Fahrer müsse schauen, dass das Handy nicht herunterfalle und sei dadurch abgelenkt. Oberlandesgericht Köln Aktenzeichen II-1 RBs 347/20
05 Mrz

Aufsätze: Kurzinfo

Teurer Welpenschutz

05. März 2021

von sd

Ein erst knapp vier Monate alter Rhodesian-Ridgeback-Rüde war mit seinem Halter in einem Gewerbepark bei München unterwegs, als ein Auto heranfuhr und die linke Vorderpfote des Welpen überrollte. Der Fahrer überschritt dabei die auf dem Gelände vorgeschriebene Geschwindigkeit von 10 km/h deutlich. Zur Heilung der gebrochenen Pfote war eine teure physiotherapeutische Behandlung notwendig. Damit sollte das Leistungsvermögen des Hundes, der noch nicht ausgewachsen war, wiederhergestellt werden - der Halter wollte ihn als Wachhund für seine Betriebsräume einsetzen. Im Prozess um die Kosten für die teuren Maßnahmen sah ein Gutachter diese als gerechtfertigt an. Das Gericht stellte zudem keine ...
05 Mrz

Aufsätze: Kurzinfo

Grob fahrlässig nach hinten geschaut

05. März 2021

von tc

Ein Vater fuhr mit seinem Mietwagen im stockendenden Verkehr und schaute nach hinten zu seinem Kind. Wenig später krachte es. Das Verhalten des Vaters hatte spürbare finanzielle Konsequenzen: Er musste über die Vollkasko-Eigenbeteiligung hinaus die Hälfte des Unfallschadens übernehmen, urteilte das Gericht. So ein Verhalten sei grob fahrlässig. Oberlandesgericht Frankfurt Aktenzeichen 2 U 43/19
05 Mrz

Aufsätze: Kurzinfo

Wie schlecht ist schlechtes Wetter?

05. März 2021

von sd

Im konkreten Fall rutschte ein Motorradfahrer mit seinem Fahrzeug bei feuchter Fahrbahn weg und prallte gegen ein Schild am Straßenrand, das dadurch beschädigt wurde. Das Amtsgericht Pirmasens verurteilte den Biker daraufhin zu einer Geldstrafe, weil er seine Geschwindigkeit nicht an die schlechten Wetterverhältnisse angepasst und somit den Unfall verbunden mit der Sachbeschädigung verursacht habe. Dagegen legte der Motorradfahrer Rechtsbeschwerde ein. Das Oberlandesgericht Zweibrücken entschied zugunsten des Bikers. Von "schlechten Wetterverhältnissen" im Sinne von Nr. 8.1 BKatV könne bei einer feuchten Fahrbahn nicht die Rede sein. Der Begriff beschreibe eine Wettersituation, die ein ...

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