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Bitte beachten Sie bei der Eingabe der Gerichte folgende Schreibweisen:
Beispiele:
LG München für Landgericht München
BGH für Bundesgerichtshof
BVerfG für Bundesverfassungsgericht usw.
Bitte beachten Sie bei der Eingabe des Aktenzeichens folgende Schreibweise:
Beispiele:
1 S 3263/08
1 K 927.09
Bitte beachten Sie bei der Eingabe der Vorschriften folgende Schreibweisen:
Beispiele:
StVG § 3 Abs. 1 Satz 1
StVO §§ 12 Abs. 3 Ziff. 3
ZPO §§ 114 ff.
VwVfG § 38
06
Feb
Urteile: VwV-StVO
Das Tauziehen im Bundesrat zwischen Bund und Ländern zur Anpassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) an die StVG/StVO-Reform der Ampelregierung.
Von Rupert Schubert
Anknüpfend an den Beitrag des Autors "Das Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat zum Zehnten Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetztes" (VD 2024 S. 211) stellt dieser Beitrag die Hintergründe und das Ergebnis des außergewöhnlichen Ringens der Ampelregierung am Ende ihrer Regierungszeit um die Anpassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung an die StVG/StVO-Reform dar. Unter der Überschrift "StVO-Reform wackelt auf den letzten Metern" berichtete "Tagesspiegel Background" am 19.3.2025 über Versuche einiger Länder, die Spielräume für die Kommunen in der Verwaltungsvorschrift zur StVO wieder einzuschränken: "Die Fußgängerlobby schlägt Alarm und das Bundesverkehrsministerium warnt vor einem Scheitern der mühsam ausgehandelten Reform im Bundesrat." Erst im letzten Moment konnte ein Scheitern abgewendet werden. Das Inkrafttreten der VwV-Änderungen am 10.4.2025 1 bildet den Schlussakkord zu einem der ehrgeizigsten und einschneidendsten Reformvorhaben der letzten Jahrzehnte im Bereich der Verkehrsordnung.
06
Feb
Urteile: Abstinenznachweise
Aus der Praxis
Von Paul Brieler und Manja Winkler
Falldarstellung: Zur Forderung polytoxikologischer Abstinenznachweise bei behördlicher Cannabisfragestellung.
06
Feb
Urteile: Regeln & Zeichen
Verkehrsregeln und Verkehrszeichen auf Feld- und Waldwegen
Von Peter Hornof
Feld- und Waldwege sind fester Bestandteil zahlreicher Freizeitaktivitäten und damit für jedermann zugänglich. Demnach ist es nicht abwegig, dass es dort immer wieder zu Verkehrsunfällen, Verkehrsordnungswidrigkeiten oder Verkehrsstraftaten durch die Nutzer kommt. Die Dunkelziffer in den genannten Bereichen dürfte sehr hoch sein, da in Feld und Wald so gut wie keine Kontrollen stattfinden und eventuelle Unfälle selten gemeldet werden.
06
Feb
Urteile: Urteile
Geblitzt: Kein Anspruch auf Einsicht in gesamte Messreihe
Eine Entscheidung des Amtsgerichts Landstuhl kommt zum Ergebnis, dass Betroffene in einem Bußgeldverfahren keinen Anspruch auf Einsicht in die Falldatensätze der gesamten Messreihe sowie die zugehörige Statistikdatei haben. Nach Auffassung des Gerichts hätten die Unterlagen keine potenzielle Relevanz für die Verteidigung des Betroffenen. In diesem Verfahren hatte der Verteidiger eines Betroffenen Einsicht in verschiedene Unterlagen verlangt, die im Zusammenhang mit einer standardisierten Geschwindigkeitsmessung standen. Neben der Gebrauchsanweisung des eingesetzten Messgeräts wollte er auch die Falldatensätze der gesamten Messreihe sowie die Statistikdatei einsehen. Diese Unterlagen wurden ...
06
Feb
Urteile: Urteile
Kollision zwischen Bus nach Rotlichtverstoß und Pkw-Wendemanöver
Kommt es zur Kollision zwischen einem Linienbus, der bei Rot mit leicht erhöhter Geschwindigkeit in einen Kreuzungsbereich einfährt, und einem PKW, welcher eine Linksabbiegespur zu einem Wendemanöver nach einem Gelblichtverstoß nutzt, ist eine Haftungsverteilung von 4/5 zulasten des Busfahrers und 1/5 zulasten des PKW angemessen, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG). Die Parteien stritten um Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Bei dem Unfall wurde die Mutter des Klägers tödlich verletzt. Der Kläger fuhr mit dem Pkw seines Vaters in südlicher Richtung in die vom Beklagten in nördliche Richtung genutzte Straße. Der Kläger ordnete sich im ...
06
Feb
Urteile: Urteile
MPU nach Cannabismissbrauch
Nach § 13a Satz 1 Nr. 2a 2. Alt. FeV kann die Fahrerlaubnisbehörde die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens von einem Fahrerlaubnisinhaber anordnen, wenn sonstige Tatsachen die Annahme eines Cannabismissbrauchs begründen. Die einmalig gebliebene Zuwiderhandlung im Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss kann in diesem Sinne die Annahme von Cannabismissbrauch nur begründen, wenn zusätzliche aussagekräftige Umstände("Zusatztatsachen") hinzutreten (Anschluss an VG München, Beschluss vom 26.Mai 2025 - M 6 S 24.7290 - juris, Rn. 42, und VG Minden, Beschluss vom 22.Oktober 2024 - 2 L 926/24 - juris, Rn. 85). Solche Tatsachen können u.a. der Zeitpunkt des Cannabiskonsums und das ...
06
Feb
Urteile: Urteile
Kein Beweisverwertungsverbot trotz fehlender Belehrung vor Drogenschnelltest
Eine Belehrung vor einem Drogenschnelltest ist nicht zwingend erforderlich, solange kein hinreichender Tatverdacht besteht. Das Oberlandesgericht Brandenburg wies die Rechtsbeschwerde eines Autofahrers zurück. Dieser hatte sich gegen ein Bußgeld in Höhe von 600 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot wegen Fahrens unter Cannabiseinfluss zur Wehr gesetzt hatte. Ein Autofahrer war während einer Verkehrskontrolle durch Nervosität und starkes Flattern seiner Augenlider aufgefallen. Daraufhin führten die Beamten einen Drogenschnelltest (sog. Drug Wipe Test) durch, der positiv ausfiel. Es folgte eine Blutentnahme. Im Bußgeldbescheid wurde der Tatort lediglich durch Postleitzahl, Ort und Straße ...
06
Feb
Urteile: Urteile
E-Zigarette unterfällt dem sogenannten "Handyverbot" des § 23 Abs. 1a StVO
In den vorangegangenen Ausgaben wurde im Rahmen eines mehrteiligen Aufsatzes eine Übersicht über die Rechtsprechung zu § 23 Ia StVO gegeben, die auch einen Ausblick auf die Problematik der Nutzung einer E-Zigarette enthielt. Nun gibt es eine erste obergerichtliche Entscheidung hierzu:Ein Mann aus Köln wurde vom Oberlandesgericht Köln, Beschluss vom 25.09.2025, Az.: III-1ORbs 139/25, wegen Verstoßes gegen § 23 Abs. 1a StVO verurteilt, weil er an seiner E-Zigarette auf dem entsprechenden Display den Stärkegrad der E-Zigarette geändert hatte. Es handelt sich nach Ansicht des Gerichts um ein Touchdisplay, welches grundsätzlich dem Verbot des § 23 Abs. 1a StVO unterfällt. Aus Sicht des ...
06
Feb
Urteile: Urteile
Einsichtsrechte in Messunterlagen
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat mit einer Entscheidung grundsätzlich ausgeführt, wie die Überprüfung eines vorgeworfenen Geschwindigkeitsverstoß vom Betroffenen selbst oder dem Verteidiger erfolgen kann.Der Betroffene war wegen Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit um 27 km/h zu einem Bußgeld von 240 € verurteilt worden. Sein Verteidiger begehrte im Rahmen des Antrags auf Zulassung der Rechtsbeschwerde die Überlassung der sog. Falldatei durch die Zentrale Bußgeldstelle in Kassel. Der 2. Strafsenat des OLG hat den Antrag auf Zulassung der Rechtsbeschwerde verworfen. Die vom Verteidiger erhobene Rüge sei prozessual unzureichend erhoben worden und damit unzulässig. Die ...
06
Feb
Urteile: Urteile
Ist der Auffahrende immer schuld?
Grundsätzlich geht die Rechtsprechung davon aus, dass Unfallbeteiligte bei unmittelbarem Zusammenhang der Kollision des auffahrenden Fahrzeugs mit einem abgebrochenen Spurwechsel des vorausfahrenden Fahrzeugs je zur Hälfte haften. Der grundsätzlich gegen den Auffahrenden sprechende Anscheinsbeweis ist allerdings entkräftet, wenn das vorausfahrende Fahrzeug im unmittelbaren zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit dem Unfall einen bereits zur Hälfte vollzogenen Fahrstreifenwechsel unvermittelt abbricht, wieder vor dem auffahrenden Fahrzeug einschert und dort sein Fahrzeug zum Stillstand abbremst. In dieser Situation ist eine Haftungsverteilung von 50:50 gerechtfertigt, so das OLG Frankfurt ...
06
Feb
Urteile
Vorschau (Änderungen vorbehalten)
• Neuere Rechtsprechung zur Fahrtenbuchauflage• Steuererklärungspflicht bei widerrechtlicher Benutzung von FahrzeugenIhre Fragen bitte!Sie haben Fragen zu den Beiträgen des VERKEHRSDIENSTES oder möchten ein Thema vorschlagen? Ihr Anliegen interessiert mit Sicherheit auch andere Leser.Wir greifen Ihre Fragen gerne auf: verkehrsdienst@tecvia.com
02
Jan
Urteile: VGT 2026
Verkehrsgerichtstag 2026 - ein Vorbericht
Von Ewald Ternig
Traditionell umfasst der Verkehrsgerichtstag (VGT) in Goslar acht Arbeitskreise - so auch in diesem Jahr. Der Startschuss fällt am 28. Januar. Der Verkehrsdienst gibt einen Ausblick.
02
Jan
Urteile: FE-Gültigkeit
Gültigkeit ausländischer landwirtschaftlicher Fahrerlaubnisse in der BRD.
von EPHK a.D. Bernd Huppertz
Unharmonisierte Regelungen ausländischer Fahrerlaubnisse setzen hohe Kenntnisse über die Nutzung voraus.
05
Dez
Urteile: § 69 StGB
§ 69 StGB; Kann dem Beifahrer die Fahrerlaubnis entzogen werden?
Von Ewald Ternig
Der 4. Senat des BGH (Urteil vom 10. Oktober 2024 - 4 StR 173/24) musste sich mit einem Fall beschäftigen, bei dem eine alkoholisierte Person, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand,
während der Fahrt auf einer BAB dem Fahrer ins Lenkrad greift. Die Frage die zu beantworten war - kann man dieser Person die Fahrererlaubnis nach § 69 StGB entziehen?
05
Dez
Urteile: § 35 StVO
Das Unfallrisiko der Befreiung als Auslegungsproblem des § 35 StVO
Von Prof. Dr. jur. Dieter Müller
Bei Einsatzfahrer:innen könnte das Missverständnis bestehen, sie seien von allen Vorschriften der StVO befreit. Dem ist nicht so. Zudem entstehen bei Einsatzfahrten hohe Stresssituationen. Das Problem wurde erkannt und von der BASt untersucht. Dabei stellte sich ein hohes Unfallrisiko heraus. Bei mehr als die Hälfte aller Unfälle ist der Fahrer des Einsatzfahrzeuges Verursacher.
05
Dez
Urteile: Tempo 30
Tempo 30 - "Salamitaktik" des Gesetzgebers
Von Detlef Stollenwerk
Für Tempo 30 Innerorts bietet die StVO das Modell der Einzelgeschwindigkeitsbeschränkung sowie die Schaffung von flächendeckenden Tempo-30-Zonen an.
05
Dez
Urteile: Urteil
MPU nach Cannabismissbrauch
Von Detlef Stollenwerk
Nach § 13a Satz 1 Nr. 2a 2. Alt. FeV kann die Fahrerlaubnisbehörde die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens von einem Fahrerlaubnisinhaber anordnen, wenn sonstige Tatsachen die Annahme eines Cannabismissbrauchs begründen. Die einmalig gebliebene Zuwiderhandlung im Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss kann in diesem Sinne die Annahme von Cannabismissbrauch nur begründen, wenn zusätzliche aussagekräftige Umstände ("Zusatztatsachen") hinzutreten (Anschluss an VG München, Beschluss vom 26.Mai 2025 - M 6 S 24.7290 - juris, Rn. 42, und VG Minden, Beschluss vom 22.Oktober 2024 - 2 L 926/24 - juris, Rn. 85). Solche Tatsachen können u.a. der Zeitpunkt des Cannabiskonsums und das ...
05
Dez
Urteile: Urteil
Vorschau
Von Detlef Stollenwerk
Vorschau (Änderungen vorbehalten). Die Gültigkeit von ausländischen landwirtschaftlichen Fahrerlaubnissen in D. Die Forderung polytoxikologischer Abstinenznachweise bei CannabisIhre Fragen bitte!Sie haben Fragen zu den Beiträgen des VERKEHRSDIENSTES oder möchtenein Thema vorschlagen? Ihr Anliegen interessiert mit Sicherheit auch andere Leser. Wir greifen Ihre Fragen gerne auf: verkehrsdienst@tecvia.com
07
Nov
Urteile: Krad-Anhänger
Anhänger hinter Zweirädern doch erlaubt?
Von Ewald Ternig
Im Verkehrsdienst 7/2025 wurde ein Thema aufgegriffen, das der Verfasser in der Aus- und Fortbildung auch thematisiert: Anhänger hinter Zweirädern wären nicht erlaubt. Der Autor teilt diese Auffassung nicht.
07
Nov
Urteile: FE-Recht
Wichtige neue Rechtsprechung zum Fahrerlaubnisrecht (und verwandten Rechtsgebieten)
Von VRVGH Felix Koehl
Im Fahrerlaubnisrecht und den verwandten Rechtsgebieten hat sich seit Beginn des Jahres wieder einiges getan. Der nachfolgende Beitrag stellt die wichtigsten Entwicklungen dar.